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Verpflegung bei Sportevents



Die optimale Verpflegung bei Sportevents

Durch sportliche Aktivität entsteht ein Mehrbedarf an Energie, Nährstoffen und Wasser, der gesund gedeckt werden sollte. Eine ausgewogene Kost ist die Grundlage, um langfristig gute sportliche Leistungen bringen zu können.


Wer sich täglich ausgewogen ernährt, tut das Beste, um auch für besondere Belastungen gerüstet zu sein. Bei ausgedehnten Spielen, intensiven Trainingseinheiten oder Turnieren ist zusätzlich eine gute Zwischenverpflegung wichtig. Vor allem bei Wettkämpfen kommt zu der körperlichen Anstrengung noch die nervliche Anspannung, hohe Konzentration ist gefordert. Die wichtigsten Tipps für eine gute Verpflegung "unterwegs": Vor allem das Trinken nicht vergessen! Im Bag sollte immer eine große Flasche Mineralwasser oder Fruchtsaftschorle mit dabei sein. Dies sind auch ideale Getränke, die an Verpflegungsstationen bereitstehen sollten. Der gern genossene Kaffee kann zwar ergänzend getrunken werden, gleicht aber ein Flüssigkeitsdefizit nicht aus.

Ein häufiger Fehler ist das zu hastige, schnelle Essen am Versorgungsstand. Das Essen liegt dann wie ein Stein im Magen, die Konzentration fällt schwer und Müdigkeit macht sich breit. Gutes Kauen, langsames Essen und kleine Mahlzeiten schaffen dabei Abhilfe.

Besonders ungünstig ist das Angebot sehr fettreicher Produkte, denn Fett verzögert die Magenentleerung.

Um den für die Konzentration nötigen Blutzucker gleichmäßig bereitzustellen, sind Vollkornprodukte ein "Muss". Vollkorn- oder Müslibrötchen können gut im Bag verstaut werden. Sinnvolle Angebote am Verpflegungsstand wären ebenfalls Vollkornbrötchen, belegt mit magerem Käse, Fisch oder Aufschnitt. Salat, Gurken- oder Tomatenscheiben machen das Brötchen extra knackig und frisch und liefern wichtige Wirkstoffe. Auch kleine Müsliportionen mit Joghurt und Frischobst wären eine Alternative.

Obst ist eine ideale Pausenverpflegung. Es liefert unter anderem schnelle Energie durch den Fruchtzucker und ist gerade an warmen Tagen eine Erfrischung. Eventuell kann es bereits zu Hause klein geschnitten und in einer Dose verpackt werden, damit man es unterwegs problemlos genießen kann. Obst, essfertig vorbereitet, gehört aber auch an jede Versorgungsstation. Auch ein Smoothie oder ein Gemüsesaft sind gute Alternativen unterwegs.

Eine Tüte Studentenfutter passt gut ins Bag und ist eine gute Kombination wertvoller Wirkstoffe, Fruchtzucker und Fette - echte "Nervennahrung"!

Magere Milchprodukte machen die Mahlzeiten komplett: Als Brotbelag, als Getränk (z.B. Buttermilch, Molkegetränk) oder (Trink-)joghurt können sie sowohl mitgenommen als auch am Stand angeboten werden.

Konzentration lässt nach. Aber warum ist das so – und vor allem: Was kann man dagegen tun?

Selbst gut trainierte Golfer schwächeln auf den letzten Löchern. Das Fleisch ist noch willig, doch der Geist wird schwach. Der Grund: Das Gehirn lebt ausschließlich vom Zucker, und die Zuckerreserven gehen auf den letzten Löchern zur Neige. Darunter leidet sowohl die Konzentration als auch das Koordinationsvermögen – beides extrem wichtig im Golfsport. Ganz falsch wäre es, vor jedem Abschlag einen Riegel Traubenzucker zu nehmen. Denn danach wäre der Blutzucker durch die Gegenregulation ganz schnell niedriger als zuvor.

Das Gehirn kann nur vom Zucker leben. Doch häufig verbrauchen die Muskeln den Zucker, der von der Natur ursprünglich für das Gehirn gedacht war. Die Muskeln können im Gegensatz zum Gehirn grundsätzlich wählen, ob sie ihre Energie aus dem Zucker oder – was sehr viel sinnvoller ist – aus den Fetten beziehen. Wenn die Muskeln durch Fettverbrennung befeuert werden, bleibt der Zucker nämlich für das Gehirn übrig. In der Regel sind die Muskeln aber auf Zuckerverbrennung programmiert – und dann frisst das große Organ Muskel dem kleinen Organ Gehirn das Futter weg. Das schlägt sich dann im Score nieder.

Sport alleine ist kein Fettverbrenner!

Wer viel am Schreibtisch sitzt und dann zweimal die Woche Golf spielt, dessen Muskeln verbrennen zwangsläufig immer Zucker. Denn ohne das richtige Training verlieren die Muskeln die Fähigkeit zur Fettverbrennung. „Use it or lose it“, so lautet ein eherne Naturgesetz. Wer aber zusätzlich zum Golfen drei- bis viermal pro Woche eine halbe Stunde langsam joggt oder etwas schneller spazieren geht, der verwandelt seine Muskeln von Zucker- in Fettverbrenner. Ganz wichtig dabei ist, dass die Bewegung gleichmäßig ist und ohne Unterbrechungen. Sonst wäre das Golfen ja ideal, um die Fettverbrennung zu trainieren. Doch durch die ständigen Unterbrechungen beim Abschlag, auf dem Fairway und beim Putten kommt es nie zu einem effektiven Trainingsanreiz für die Fettverbrennung. Das ist der Grund, warum Bernhard Langer vor dem Golftraining oft erst einmal um den Platz joggt.

Wie bleibt die Konzentration erhalten?

Grundlagen-Ausdauertraining nennt man das im Fachjargon, und wer das macht, wird vielfältig belohnt. Denn nicht nur die Konzentrationsfähigkeit bleibt erhalten, auch die gefährlichen Blutfette werden auf ganz natürliche Art und Weise eliminiert. Der Vorteil: Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall nimmt dramatisch ab, ganz ohne chemische Blutfettsenker! Denn wenn die Muskeln erst einmal auf Fettverbrennung umprogrammiert sind, verbrennen sie Fett rund um die Uhr. Sogar nachts wenn Sie im Bett liegt und schlafen.

Trink-Tipps

Ganz wichtig ist auch die richtige und vor allem ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der Körper besteht zu 70 % aus Wasser, das Gehirn sogar aus 90 %. Und wenn die Zellen nur 10 % weniger Flüssigkeit haben, verfügen sie über 30 % weniger Energie! Darum sollten Sie auch schon bei den ersten Löchern regelmäßig trinken – nicht erst dann, wenn Sie Durst haben. Dann ist es oft schon zu spät.

Wasser oder Apfelschorle sind die besten Getränke. Elektrolytgetränke sind auf der Runde höchstens dann nötig, wenn Sie so schwitzen, dass Sie anschließend Ihr Polohemd auswringen müssen. Als Zwischen-Verpflegung empfehle ich leichte Kost, weil so für die Verdauung an sich wenig Kraft benötigt wird. Gut sind nicht zu schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Bananen oder Vollkornbrot z.B. mit magerem, gekochtem Schinken.

Schlecht sind süße oder fettige Snacks wie Weintrauben, Leberkäse oder Schokoriegel. Empfehlenswert ist es auch, schon lange vor dem Golfturnier für eine optimale Versorgung an Vitalstoffen, Vitaminen und Spurenelementen zu sorgen, nicht erst auf der Runde. Hochdosiert und ausgewogen sollte so eine Grundversorgung sein, die uns auch mit den wichtigen essentiellen gehirnaktiven Aminosäuren versorgt. Wenn Sie das beherzigen, dann klappt´s auch auf der zweiten Hälfte der Runde!

Von Dr. Michael Spitzbart

Dr. Michael Spitzbart veröffentlichte div. Bücher zu Gesundheits-Themen, u. a. „Leben Sie Ihr Glück“, „Power your life“, „Gesundheit und Fitness“ sowie vier CDs „Fit forever“.